Von Bierbrauern und den Bierkellern in Schönenberg

Infolge der französischen Revolution wurde auch die Gewerbefreiheit in der Pfalz eingeführt; Zünfte wurden aufgelöst. So auch im früheren Gericht Kübelberg, das imm Jahre 1798 aufgehoben und zunächst durch den Municipalrat bzw. ab 1800 durch die Mairie (Bürgermeisterei) Schönenberg ersetzt wurde. Die Pfälzer, von hause aus Wein- und insbesondere Branntweintrinker in jenen Jahren, lernten durch die Zugehörigkeit zu Bayern auch die Vorzüge des Bieres kennen. In jeder größeren und kleineren Landgemeinde wurden Brauereien eröffnet, so auch in Schönenberg. Erste Wirte sind bereits im 16. und 17. Jahrhundert überliefert (so beispielsweise die Wirtsfamilie Mieser in Kübelberg).

Im Jahr 2008 hatte sich die Gemeinde Schönenberg-Kübelberg entschlossen die Bierkeller im Rahmen des Begehbaren Geschichtsbuches wieder für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Der Zugang zu einer weiteren Eiskammer konnte im Mai 2009 ausfindig gemacht werden.

Die Kellerräume wurden daraufhin komplett freigelegt, zugänglich gemacht sowie auf vertraglicher Basis für einen gewissen Zeitraum der Zugang auf privaten Flächen gesichert. Auf rd. 270 m ist die gesamte unterirdische Anlage momentan wieder begehbar, nachdem diese vom Geologischen Landesamt Bad Kreuznach auf ihre Tragfähigkeit hin untersucht wurde.

Von Seiten der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Kulturhistorischen Verein „Gericht Kübelberg“ e. V. wird im Rahmen des „Begehbaren Geschichtsbuches“ die Besichtigung der Anlage durch einen sachkundigen Führer angeboten. Ansprechende, beleuchtete Schautafeln und diverse Accessoires informieren über diese zumindest in unserer Region einzigartige Anlage. Interessenten können das Schönenberger Kellerbier und schmucke Weizenbiergläser mit den Abbildungen der einheimischen Brauer erwerben.

Wegen des etwas schwierigen Einstieges wird die Gemeinde in den nächsten Jahren einen weiteren Zugang am westlichen Rand herstellen. Der hierfür notwendige Grunderwerb ist bereits getätigt.

Auszug aus der Broschüre "Bierkeller"
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